Fluggerätmechaniker*innen der Fachrichtung Triebwerkstechnik montieren, warten und reparieren Flugzeugtriebwerke, zerlegen und prüfen Baugruppen, messen und beurteilen Bauteile, tauschen Komponenten aus und dokumentieren Arbeitsschritte – von der Demontage über die Instandsetzung bis zur Endprüfung, damit Triebwerke zuverlässig, leistungsfähig und sicher betrieben werden können.
Was sind deine Aufgaben?
Herstellen und Instandhalten von Triebwerken
Demontieren und Reinigen der Einzelteile, Baugruppen und Anbauteile
Ausführen von Maßnahmen der visuellen und zerstörungsfreien Materialprüfung zur Feststellung des Zustands von Triebwerksteilen
Montieren von Triebwerken, Einbauen von Lagern und Dichtungen, Sichern von Verschraubungen
Durchführen von Sicherheits- und Funktionskontrollen während der Standzeiten der Fluggeräte
Messen der Einstellwerte von Triebwerkssystemen und der Druckverhältnisse in hydraulischen Anlagen
Auswerten der Daten der Bordcomputer
Beheben von Störungen und Fehlfunktionen, Veranlassen von Reparaturen
Herstellen von Triebwerken
Fräsen, Umformen und Behandeln von Triebwerksbauteilen (z. B. Lauf-, Leitschaufeln, Wellen, Rotoren)
Anfertigen bzw. Instandsetzen von Rohr- und Schlauchleitungen
Montieren von Einzelteilen, Modulen und Baugruppen zu kompletten Triebwerken
Durchführen von Funktionsprüfungen
Wo wird ausgebildet?
Fluggerätmechaniker der Fachrichtung Triebwerkstechnik arbeiten bei Triebwerksherstellern, in Reparatur- und Instandhaltungswerkstätten von Fluggesellschaften, Fluggerätherstellern und Flughäfen sowie auf Luftwaffenstützpunkten der Bundeswehr.
Was musst du mitbringen?
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Fluggerätmechaniker*in der Fachrichtung Triebwerkstechnik erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernen angehende Fachkräfte, wie Flugzeug- und Hubschraubertriebwerke montiert, geprüft, gewartet und instand gesetzt werden. Sie zerlegen Triebwerke, reinigen und prüfen Bauteile, tauschen Verschleißteile aus und setzen Baugruppen wieder präzise zusammen. Dabei arbeiten sie nach strengen Sicherheits- und Qualitätsvorgaben der Luftfahrt. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Triebwerkstechnik, Werkstoffkunde, Fertigungs- und Montagetechnik, Messtechnik, technische Zeichnungen, Qualitätssicherung, technische Mathematik sowie Arbeits- und Sicherheitsschutz. Durch die Verbindung von Praxis und Theorie entwickeln sie Schritt für Schritt die Kompetenz, sicherheitsrelevante Antriebssysteme in der Luftfahrt zuverlässig zu betreuen.