Notarfachangestellte in Sachsen unterstützen Notar*innen bei der Vorbereitung und Durchführung notarieller Geschäfte, erstellen Urkunden und Verträge, bereiten Beurkundungen vor, führen Akten, koordinieren Termine, kommunizieren mit Mandant*innen und Behörden und übernehmen organisatorische sowie verwaltungstechnische Aufgaben – von der Sachbearbeitung über die Betreuung bis zur Nachbereitung, damit notarielle Verfahren rechtskonform, strukturiert und serviceorientiert abgewickelt werden. (Regional unterschiedliche Regelungen können im Detail von bundesweit geltenden Standards abweichen.)
Was sind deine Aufgaben?
Unterstützen von Notarinnen und Notaren bei rechtlichen Dienstleistungen sowie Ausführen von allgemeinen organisatorischen und kaufmännischen Arbeiten
Ausführen vorbereitender und begleitender Arbeiten bei der Beurkundung von Rechtsgeschäften auf dem Gebiet der vorsorgenden Rechtspflege (z. B. in den Bereichen Haus- und Wohnungskauf, Ehevertrag, Vorsorgevollmacht und Testament)
Kontakt halten zu Gerichten und Behörden
Einholen von Informationen
Entgegennehmen von Beurkundungsaufträgen
Vorbereiten von Besprechungen
Selbstständiges Vorbereiten von Urkundenentwürfen
Erstellen von Schriftstücken wie Erbscheinsanträge, Vollmachten, eidesstattliche Versicherungen oder Unterschriftsbeglaubigungen
Erledigen wesentlicher Teile der Korrespondenz mit Mandanten, Gerichten, Behörden und Banken
Berechnen von Gebühren, Stellen von Rechnungen, Überwachen und Verbuchen von Zahlungseingängen
Wo wird ausgebildet?
Notarfachangestellte in Sachsen arbeiten in Notariaten.
Was musst du mitbringen?
Gute Noten in Mathematik
Sorgfalt
Gute Noten in Englisch
Kundenorientierung
Serviceorientierung
Gute Noten in Deutsch
Kommunikationsfähigkeit
Organisationstalent
Merkfähigkeit
Flexibilität
Verschwiegenheit
Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit
Soziale Kompetenz
Sprachliches Verständnis und Ausdrucksvermögen
Allgemeines Interesse an rechtlichen Fragen
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Notarfachangestellten in Sachsen erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Notarkanzlei und Berufsschule. Im Betrieb lernen angehende Notarfachangestellte, wie notarielle Vorgänge organisatorisch und rechtlich vorbereitet und bearbeitet werden. Dazu gehören die Vorbereitung von Urkunden und Verträgen, die Betreuung von Mandant*innen, die Führung von Akten, die Berechnung von Gebühren sowie die Koordination von Terminen. Sie arbeiten eng mit Notar*innen zusammen und sorgen für einen reibungslosen Ablauf in notariellen Angelegenheiten. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Notar- und Vertragsrecht, Büro- und Verwaltungskunde, Kosten- und Gebührenrecht, Datenschutz, Kommunikation sowie Organisation von Arbeitsprozessen. Durch die Verbindung von Praxis und Theorie entwickeln sie Schritt für Schritt die Kompetenz, notarielle Verfahren zuverlässig, serviceorientiert und rechtssicher zu unterstützen.