Prüftechnolog*innen Keramik prüfen keramische Rohstoffe und Produkte auf Qualität und Eigenschaften, führen physikalische und chemische Tests durch, bedienen Prüfgeräte, werten Messergebnisse aus und dokumentieren Prüfungen – von der Probenvorbereitung über die Prüfung bis zur Bewertung, damit keramische Erzeugnisse normgerecht, belastbar und gleichbleibend hochwertig sind.
Was sind deine Aufgaben?
Untersuchen von Roh- und Werkstoffen, Halbzeugen und fertigen Produkten der Keramikindustrie sowie der Glas-, Steine- und Erden-Industrie (z. B. Zusammensetzung, Eigenschaften und Qualität)
Durchführen chemischer und physikalisch-technischer Untersuchungen und Versuchsreihen (z. B. Auswählen des Prüfverfahrens wie Mikroskopie, Thermoschockverfahren, Laseranalysen oder chemische Verfahren; Aufbauen der Mess- und Prüfgeräte; Ansetzen von Prüflösungen; Aufbereiten von Proben; Durchführen von Härte- und Festigkeitsprüfungen; Testen von Hitzebeständigkeit, elektrischer Durchschlagsfestigkeit oder Spülmaschinen- und Mikrowelleneignung; • Feststellen von Werkstofffehlern bzw. Abweichungen von den Vorgaben
Dokumentieren, Auswerten und Aufbereiten von Versuchsabläufen und Messergebnissen
Mitwirken an der Prüfung industrieller Erzeugnisse und der Vergabe von Prüfzertifikaten in Materialprüfinstituten und -ämtern
Pflegen und Warten der Laborgeräte, -maschinen und -apparaturen
Wo wird ausgebildet?
Prüftechnolog*innen Keramik arbeiten in Betrieben der Keramik-, Glas-, Emaille-, Steine- und Erdenindustrie (z. B. Gewinnung von Ton, Quarz, Feldspat, Sand), der Baustoffherstellung (z. B. Zement- und Bindemittelindustrie), in Materialprüfinstituten sowie bei Materialprüfungsämtern.
Was musst du mitbringen?
Gute Noten in Chemie
Gute Noten in Mathematik
Gute Noten in Physik
Sorgfalt
Selbstständiges Arbeiten
Technisches Verständnis
Verantwortungsbewusstsein
Merkfähigkeit
Beobachtungsgenauigkeit
Hand- und Fingergeschick
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Prüftechnolog*in Keramik erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernen angehende Fachkräfte, wie keramische Rohstoffe, Halbzeuge und Endprodukte geprüft und bewertet werden. Sie entnehmen Proben, führen physikalische, chemische und materialtechnische Prüfungen durch, kontrollieren Maße, Festigkeit und Oberflächenqualität und dokumentieren die Ergebnisse. Auch die Mitwirkung an Qualitäts- und Entwicklungsprozessen gehört zum Aufgabenbereich. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Keramik- und Werkstoffkunde, Prüftechnik, Messtechnik, Qualitätsmanagement, Chemie-Grundlagen, Arbeitssicherheit sowie Umwelt- und Gesundheitsschutz. Durch die Verbindung von Praxis und Theorie entwickeln sie Schritt für Schritt die Kompetenz, keramische Produkte zuverlässig, normgerecht und qualitätsbewusst zu prüfen.
Firmen und Einrichtungen mit diesem Ausbildungsberuf
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