Sozialversicherungsfachangestellte der Fachrichtung Unfallversicherung beraten Versicherte und Unternehmen zu Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, bearbeiten Unfallanzeigen und Leistungsanträge, prüfen Ansprüche, koordinieren Rehabilitationsleistungen und kommunizieren mit Ärzt*innen sowie Betrieben – von der Beratung über die Sachbearbeitung bis zur Leistungsbewilligung, damit Unfall- und Rehaleistungen korrekt, transparent und serviceorientiert abgewickelt werden.
Was sind deine Aufgaben?
Beurteilen der Versicherungsverhältnisse sowie der Zuständigkeit des Unfallversicherungsträgers für Versicherungsfälle und der Mitgliedschaft von Unternehmen
Berechnen der Mitgliedsbeiträge
Veranlassen von Beitragszahlungen, Überwachen des Zahlungseingangs und Bearbeiten der Beitragserstattungen
Beraten der Mitglieder in versicherungsrechtlichen Belangen sowie in Finanzierungsfragen
Feststellen von Leistungsansprüchen bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
Veranlassen von Geldleistungen an Versicherte und Hinterbliebene
Prüfen der Rechnungen über medizinische oder Sachleistungen, Reisekosten und Verdienstausfälle im Rahmen von Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit Leistungserbringern bzw. Vertragspartnern wie Ärzten und Krankenhäusern, mit Reha- und Pflegeeinrichtungen, Apotheken, Pflegediensten sowie mit einschlägigen Unternehmen
Erledigen von administrativen Aufgaben in der inneren Verwaltung
Wo wird ausgebildet?
Sozialversicherungsfachangestellte der Fachrichtung Unfallversicherung Beschäftigungsmöglichkeiten bieten gesetzliche Unfallversicherungsträger, Verbände der Sozialversicherungsträger, die Patientenabrechnung von Krankenhäusern oder Unternehmen des Versicherungsgewerbes.
Was musst du mitbringen?
Gute Noten in Mathematik
Selbstständiges Arbeiten
Organisationstalent
Kundenorientierung
Serviceorientierung
Gute Noten in Deutsch
Verantwortungsbewusstsein
Kommunikationsfähigkeit
Verschwiegenheit
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Sozialversicherungsfachangestellten der Fachrichtung Unfallversicherung erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Unfallversicherungsträgern (z. B. Berufsgenossenschaften oder Unfallkassen) und Berufsschule. Im Betrieb lernen angehende Fachkräfte, wie Versicherte und Betriebe in Fragen der gesetzlichen Unfallversicherung betreut werden. Dazu gehören die Bearbeitung von Unfallmeldungen, die Prüfung von Leistungsansprüchen, die Organisation von Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen, die Berechnung von Beiträgen sowie die Beratung von Versicherten und Unternehmen zu Prävention und Arbeitsschutz. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Sozialversicherungsrecht, Unfallversicherungsrecht, Leistungs- und Beitragsrecht, Arbeitsschutz und Prävention, Betriebswirtschaft, Kommunikation, Datenschutz sowie Organisation von Arbeitsprozessen. Durch die Verbindung von Praxis und Theorie entwickeln sie Schritt für Schritt die Kompetenz, Versicherungsfälle fachkundig, serviceorientiert und rechtssicher zu bearbeiten.