Verfahrenstechnolog*innen Metall der Fachrichtung Eisen- und Stahlmetallurgie gewinnen und verarbeiten Eisen und Stahl, steuern Hochöfen und Schmelzanlagen, überwachen Produktionsprozesse, analysieren Materialeigenschaften und prüfen die Qualität – von der Rohstoffaufbereitung über die Metallgewinnung bis zur Weiterverarbeitung, damit Eisen- und Stahlprodukte die gewünschten Eigenschaften und eine gleichbleibend hohe Qualität erreichen.
Was sind deine Aufgaben?
Erzeugen von Stahl und Roheisen
Einrichten der Hoch- und Schmelzöfen
Aufbereiten, Zusammenstellen und Berechnen der Menden der Einsatzstoffe (z. B. Eisenerz, Koks, Eisenschrott)
Beschicken von Hochöfen mit Einsatzstoffen
Steuern und Überwachen der Abläufe der Schmelzprozesse
Überwachen der Temperaturen
Regeln der Luftzufuhr
Entnehmen von Proben des Schmelzguts
Weiterleiten der Proben zur Analyse
Trennen von Roheisen und Schlacke nach Schmelzen der Einsatzstoffe durch Abstiche
Hinzufügen von Legierungsmetallen und Reduktionsmitteln zur Eisenschmelze für die eigentliche Stahlerzeugung
Beurteilen der Schmelze
Steuern des Vergießens der fertigen Stahlschmelze mittels Gießeinrichtungen in handelsfähige Formen (z. B. Strang- oder Blockgießen)
Kontrollieren und ggf. Regulieren der Abkühl- und Erstarrungsvorgänge
Umrüsten und Warten der Produktionsanlagen
Wo wird ausgebildet?
Verfahrenstechnolog*innen Metall der Fachrichtung Eisen- und Stahlmetallurgie arbeiten u. a. in Hütten-, Hochofen- und Stahlwerken der Roheisen- und Stahlerzeugung sowie in Gießereien.
Was musst du mitbringen?
Gute Noten in Chemie
Gute Noten in Mathematik
Gute Noten in Physik
Sorgfalt
Selbstständiges Arbeiten
Gute Noten in Informatik
Gute Noten in Technik
Technisches Verständnis
Gute Noten in Deutsch
Verantwortungsbewusstsein
Gute Noten in Werken
Handwerkliches Geschick
Entscheidungsfähigkeit
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Verfahrenstechnolog*in Metall der Fachrichtung Eisen- und Stahlmetallurgie erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb (z. B. in Stahlwerken oder Hüttenbetrieben) und Berufsschule. Im Betrieb lernen angehende Fachkräfte, wie Eisen und Stahl hergestellt, geschmolzen und weiterverarbeitet werden. Dazu gehören das Steuern und Überwachen von Hochöfen, Schmelz- und Gießanlagen, das Analysieren von Werkstoffen, die Kontrolle von Produktionsprozessen sowie die Qualitätssicherung der erzeugten Metalle. Auch die Wartung von Anlagen und das Beheben von Störungen gehören zum Berufsalltag. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Metallurgie, Werkstoffkunde, Verfahrenstechnik, Chemie-Grundlagen, Maschinen- und Anlagentechnik, Messtechnik, Qualitätsmanagement sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. Durch die Verbindung von Praxis und Theorie entwickeln sie Schritt für Schritt die Kompetenz, Prozesse in der Eisen- und Stahlherstellung effizient, sicher und qualitätsbewusst zu steuern.