Stuckateur*innen gestalten und schützen Innen- und Außenflächen von Gebäuden, bringen Putz- und Stuckelemente an, erstellen Dämmungen, sanieren Fassaden und arbeiten mit verschiedenen Materialien und Techniken – von der Untergrundvorbereitung über die Gestaltung bis zur Endbearbeitung, damit Gebäude optisch ansprechend, energieeffizient und dauerhaft geschützt sind.
Was sind deine Aufgaben?
Verputzen von Rohbauten für ein individuelles Aussehen (Innenausbau und Fassade)
Herstellen von Innen- und Außenputz, z. B. durch mischen von Mörtel, abstrahlen des Putzgrunds, befestigen der Putzträger, auftragen des Grundanstrichs
Durchführen von Innen- und Außenputzarbeiten
Durchführen von Innenausbauten (z. B. mittels Anbringen von Raumtrennwänden, Abhängen von Decken, Einbauen von Wärmedämm- und Schallschutzmaterialien)
Montieren von vorgehängten Fassaden
Gestalten der Fassaden mittels Putz und Farbe
Anbringen von Stuckdekoren innen und außen (z. B. Eckgesimse, Ornamente, Stucksäulen, Stuckdecken)
Ausführen von Stuckmarmor-, Rabitz- und Sgraffitoarbeiten
Ausführen von Restaurierungsarbeiten (z. B. durch Abnehmen und Aufbereiten alter Stuckteile, Reinigen, Festigen, Ausbessern und Herstellen von Putz, Stuck, Stuckmarmor, Stuccolustro, Rabitzkonstruktionen, Sgraffito und Stempelstuckmotiven)
Wo wird ausgebildet?
Stuckateur*innen arbeiten in Betrieben des Stuckateurhandwerks, in industriellen Ausbaubetrieben, im Fassaden- und Trockenbau, in Restaurierungswerkstätten und bei Betreibern historischer Stätten, des Weiteren bei Kirchenbauämtern sowie Ämtern für Denkmalpflege.
Was musst du mitbringen?
Gute Noten in Mathematik
Gute Noten in Physik
Sorgfalt
Selbstständiges Arbeiten
Gute Noten in Technik
Räumliches Vorstellungsvermögen
Teamfähigkeit
Gute Noten in Werken
Sinn und Gespür für Ästhetik
Handwerkliches Geschick
Flexibilität
Zeichnerische Fähigkeiten
Körperbeherrschung
Wie erfolgt die Ausbildung?
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Stuckateur*in erfolgt dual, also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Im Betrieb lernen angehende Stuckateurinnen, wie Innen- und Außenwände sowie Decken gestaltet, verputzt und instand gesetzt werden. Dazu gehören das Auftragen von Putz- und Stuckarbeiten, das Herstellen dekorativer Elemente, das Anbringen von Wärmedämmverbundsystemen sowie Trockenbau- und Fassadenarbeiten. Sie arbeiten nach Bauplänen und achten auf Maßgenauigkeit, Oberflächenqualität und Energieeffizienz. In der Berufsschule werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, darunter Baustoffkunde, Putz- und Gestaltungstechniken, Bauphysik, Wärmeschutz, technisches Zeichnen, Arbeitssicherheit sowie Umwelt- und Gesundheitsschutz. Durch die Verbindung von Praxis und Theorie entwickeln sie Schritt für Schritt die Kompetenz, Gebäude fachgerecht zu gestalten, zu schützen und energetisch zu verbessern.